Miss L’s Pancake Rezept

Miss L’s Pancake Rezept

Wer kennt sie nicht, die guten großen Pfannkuchen, 3- 4mal so dick wie ein Crèpe und so groß wie der Durchmesser der Pfanne? Bei uns gab es Pfannkuchen zwischendurch zum Mittag nach der Schule. Variationen von Äpfeln im Teig oder Heidelbeeren aus dem Glas oder mit Zucker. Die haben uns damals immer gut geschmeckt, und tun sie auch heute noch. Ich habe mich aber an die kleineren Pancakes so dran gewöhnt, dass es bei uns hauptsächlich nur die gibt.

Es hat sehr lange gedauert bis ich mir mal selber Pfannkuchen gemacht habe. Es war nach einem amerikanischen Rezept, welches ich von meinem Vadder bekommen habe, der die Pancakes in den U.S.A. lieben gelernt hat. Natürlich auch mit Ahornsirup.

Beim Zubereiten des Teiges kam es mir schon sehr merkwürdig vor, dass in seinem Rezept so viele Eier drin waren, bei der verhältnismäßig geringen Teigmenge, 4-6 Stück. So war es dann auch im Geschmack. Fluffig schon, wenn ich mich recht erinnere…aber sie haben nur nach Eiern geschmeckt. Da hat der Ahornsirup auch nicht viel geholfen. Ich muss auch sagen, dass es das erste Mal war, dass ich diesen Sirup gekostet habe. Ich war kein richtiger Fan davon, aber das sollte sich ein paar Jahre später ändern.

In Kanada im Land der Pancakes verliebte ich mich noch einmal…

Als ich in Kanada war, war es um mich geschehen. Ahornsirup en masse! Und so lecker. Locker, fluffige Pancakes zum Frühstück beschmiert mit salziger Butter und ordentlich Sirup drüber. Hammer! In Australien gab es das hier und da auch mal wieder, nur das der Sirup eher ein Fake Ahornsirup war. Ging wohl auch, aber es geht nichts über original kanadischen Maple Syrup.

Zurück in Kanada, in eigenen vier Wänden, hatten wir natürlich auch hin und wieder ein Pancake Frühstück. Für einige Deutsche mag das merkwürdig klingen und auf Unverständnis stoßen. Ein Freund (er ist Bäckermeister) von uns, bekommt immer mal wieder von mir zu hören, dass der werte Herr Bäckermeister am Morgen ja nicht auf seine Brötchen oder Brot verzichten kann. 😉

Nun gut. Das Rezept von Katerina bzw. von einer Freundin von ihr, ist super einfach und es lässt sich wunderbar gut damit herum experimentieren.

Zutaten:

3 Tassen Mehl

3 Tassen Milch

1 EL Öl

1-2 reife Bananen

1 TL Backpulver

1 TL Natriumhydrogencarbonat (Kaiser Natron)

2 Eier

Beim Mehl ist die klassische Variante bei uns das 405er Weizenmehl. Es lässt sich natürlich mit Dinkelmehl oder mit glutenfreien Mehl, wie zum Beispiel Buchweizenmehl ersetzen.

Vor kurzem habe ich anstatt normaler Milch, Buttermilch genommen, welches die Pancakes auf das nächste Level bringen. Eine spezielle Geschmacksnote und Fluffigkeit wird dadurch erreicht. Wenn die Eier noch getrennt werden und das Eiweiß schaumig geschlagen wird und zum Schluss vorsichtig unter den Teig gehoben wird, kann es kaum noch fluffiger werden.

Da Katerina nicht so auf Zucker im Pfannkuchen steht, lassen wir den weg und greifen auf die natürliche Süße von reifen Bananen zurück. Je reifer, desto besser.

Zubereitung:

Die ersten Zutaten werden der Reihe nach in eine Rührschüssel gegeben und mit einem Handmixer vermengt. Danach gebe ich das Backpulver und Kaiser Natron hinzu. Das wird auch gut, aber nicht zu lang drunter gemixt. Zum Schluss hebe ich das geschlagene Eiweiß unter. Falls ihr die Eier nicht trennen wollt, könnt ihr sie auch mit den ersten Zutaten mixen.

Die Pfanne stell ich auf höchste Stufe bis sie gut heiß ist. Wenn der erste Pfannkuchen reingeht, schalte ich auf mittlere bis 3/4 Hitze runter (Stufe 5-7). Der Cake wird gewendet bis die Oberseite Löcher zeigt.

Anstatt der Bananen nehmen wir auch gerne Blaubeeren oder Himbeeren.. Am besten sind natürlich Frische, aber es geht auch mit denen aus der Tiefkühltruhe. Die werden am besten vorher aufgetaut. Wenn wir frische Beeren nehmen, lass ich erst Teig in die Pfanne und leg 4-5 Beeren oben drauf, je nach dem wie groß der Pancake ist. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass bei einrühren/unterheben der Beeren, diese verbrennen.

Ich selber esse die fertigen Kuchen mit salziger Butter und Ahornsirup. Einfach extrem lecker!

Miss L’s Pancakes:

Sodala nun komme ich zu der anderen Variante von unserer Miss L. Als sie 1,5 Jahre alt war, haben wir sie morgens nach dem Aufstehen gefragt, was sie essen möchte. Ihre Anwort: Pancakes! Und auf weiterer Nachfrage, was für Pancakes es sein sollten, sagte sie: Mango! Das war die Zeit, wo sie richtig viel in den Genuss von Mangos gekommen ist. Eine ihrer liebsten Obstsorten.

Ok…dachten wir…das klingt interessant, versuchen wir auf jeden Fall!

Wenn nur TK-Mangos zur Verfügung stehen, werden die aufgetaut, entweder am Abend vorher oder schnell im Topf. Dann pürier ich sie. Wenn wir ne frische Mango haben, pürier ich nur einen Teil und der andere Teil wird am besten in kleine Würfel geschnitten. Und das war es auch schon. Ansonsten bleibt am Rezept alles gleich.

Probiert es einfach mal selber aus!

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Katerina

    Diese Pfannkuchen sind echt köstlich. Ich habe mal wieder Bock darauf!

  2. Megan

    We also have the best maple syrup on the world in Kanada to put on those pancakes!!

Schreibe einen Kommentar